Im Geographieunterricht hatte eine 8. Klasse der Stefan-Zweig-Realschule Endingen unter der Leitung von Herrn Leibl und Herrn Weinreich die Gelegenheit, mit einem Wissenschaftler direkt aus der Antarktis zu sprechen.
Das Interview fand im Rahmen der Unterrichtseinheit zu den Polarregionen statt. Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Besonderheiten der Arktis und Antarktis beschäftigt hatten, bot das Gespräch die Möglichkeit, das erworbene Wissen durch einen direkten Einblick in die Forschungspraxis zu vertiefen.
Der Mikrobiologe Florian Fischer, der sich derzeit auf der chilenischen Forschungsstation „Profesor Julio Escudero Base“ auf King George Island befindet, stand der Klasse für ein 45-minütiges Interview per Video-Chat zur Verfügung. Bereits im Vorfeld hatte die Klasse gemeinsam Fragen erarbeitet.
Im Mittelpunkt stand Fischers Forschungsgebiet: die Bodenbildung in der Antarktis. Dabei erklärte er:
„Dort, wo sich das Eis zurückzieht, werden erstmals Flächen frei, auf denen sich Schritt für Schritt neue Lebensräume und Ökosysteme entwickeln – genau diesen Prozess der Bodenbildung untersuchen wir.“
Darüber hinaus beantwortete Fischer Fragen zu Klimawandel, Nachhaltigkeit und internationaler Zusammenarbeit in der Forschung. Auch persönliche Einblicke in den Alltag auf der Forschungsstation stießen auf großes Interesse.
Das Interview ermöglichte den Schülerinnen und Schülern, Wissenschaft aus erster Hand zu erleben und die Inhalte des Unterrichts mit realen Erfahrungen zu verknüpfen. Florian Fischer, der in der Region aufgewachsen ist und heute in Berlin lebt, arbeitet aktuell an seiner Doktorarbeit und gab der Klasse einen authentischen Einblick in seine Arbeit unter extremen Bedingungen.
Die Klasse bedankt sich herzlich bei Florian Fischer für das informative Gespräch und die spannenden Einblicke in die Forschung am „Ende der Welt“.

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